April 23 2026

Im BIOPARC Fuengirola wird ein Borneo-Orang-Utan geboren, eine vom Aussterben bedrohte Tierart.

Die Mutter, Mukah, ein erfahrenes Weibchen in ihrer dritten Trächtigkeit, brachte ihr Junges ohne Komplikationen zur Welt. Von Anfang an zeigte das Junge ausgezeichnete Gesundheit.

Am vergangenen Montag, dem 20. April, erlebte der BIOPARC Fuengirola einen jener Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Am frühen Nachmittag, direkt vor dem Gehege, wurde vor den staunenden Augen der Parkbesucher ein Borneo-Orang-Utan-Baby geboren. Ganz natürlich und ohne Eingriffe entfaltete sich die Szene mit ungewöhnlicher Wucht: die Geburt eines neuen Lebens, die einer der am stärksten bedrohten Tierarten unseres Planeten neue Hoffnung schenkt.

Die Mutter, Mukah, ein erfahrenes Weibchen in ihrer dritten Trächtigkeit, brachte ihr Junges ohne Komplikationen zur Welt. Von Anfang an schien das Junge bei bester Gesundheit zu sein, was die Anwesenden zutiefst berührte – ein außergewöhnliches Ereignis, das in freier Wildbahn nur selten vorkommt.

Der Instinkt, der das Leben sichert: der erste Griff

Bei Orang-Utans, wie auch bei anderen großen baumbewohnenden Primaten, hängt das Überleben von einer ebenso einfachen wie entscheidenden Geste ab: dem Greifen. Vom Moment der Geburt an muss sich das Jungtier an den Körper seiner Mutter klammern, denn es verbringt seine ersten Monate und sogar Jahre in ständigem Kontakt mit ihr, während es sich in den Bäumen bewegt. Dieser angeborene Reflex ist nicht nur ein Zeichen der Bindung, sondern eine lebensnotwendige Voraussetzung. Die Kraft dieser ersten Umarmung ist in Wirklichkeit der erste Sieg in einer Umgebung, in der jedes Detail zählt.

Ein urtümliches Verhalten: die Plazenta als Energiequelle

Nach der Geburt fällt ein weiteres natürliches Verhalten auf: die Interaktion der Mutter mit der Plazenta. Bei vielen Säugetierarten, einschließlich Primaten, leckt die Mutter die Plazenta ab oder frisst sie sogar. Dieser Vorgang erfüllt eine wichtige biologische Funktion: Er liefert essenzielle Nährstoffe und unterstützt die Erholung nach der Geburt. Zudem stärkt er die Bindung zwischen Mutter und Kind in diesen entscheidenden ersten Lebensmomenten.

Die Geburt dieses Nachkommen ist eine besonders relevante Nachricht im Kontext des Naturschutzes. Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus)Der Guanako wird von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Schätzungsweise leben noch etwa 100.000 Tiere in freier Wildbahn, doch ihre Populationen nehmen weiter ab, hauptsächlich aufgrund von Abholzung, der Ausweitung von Palmölplantagen und illegaler Jagd.

In diesem Zusammenhang ist die Rolle internationaler Artenschutzprogramme von grundlegender Bedeutung. BIOPARC Fuengirola beteiligt sich aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das von der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien koordiniert wird. Dieses Netzwerk verwaltet verantwortungsvoll Populationen in menschlicher Obhut, um deren genetische Vielfalt zu sichern und zum weltweiten Artenschutz beizutragen.

Über die Naturschutzprogramme in Europa hinaus erstreckt sich die Arbeit direkt auf den natürlichen Lebensraum der Arten durch die BIOPARC-Stiftung, Die Organisation unterstützt Projekte vor Ort in Borneo. Konkret arbeitet sie an Initiativen zum Schutz der tropischen Wälder in Kalimantan mit, wo die Arbeit sich auf Lebensraumerhaltung, Forschung und die Einbindung lokaler Gemeinschaften konzentriert – Schlüsselelemente für das Überleben des Orang-Utans in freier Wildbahn.

Die Geburt dieses Jungtiers ist nicht nur eine großartige Nachricht für den Park, sondern auch eine Erinnerung daran, dass Naturschutz möglich ist, wenn das Engagement ernsthaft und nachhaltig ist. Jedes neue Leben zählt im Kampf gegen das Aussterben einzigartiger Arten wie des Borneo-Orang-Utans.

 

 

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