Oktober 1 2025

Im Bioparc Fuengirola werden drei Papua-Nashornvogelküken geboren, ein neuer Meilenstein für den Schutz dieser Art.

Nach wochenlangem Brüten im Nest sind nun zwei Küken in der Außenanlage des Parks zu sehen, während das dritte noch in der Obhut seiner Mutter bleibt. Der Papua-Nashornvogel, der für die Regeneration der tropischen Wälder unverzichtbar ist, ist Bedrohungen wie Abholzung und Jagd ausgesetzt.

Bioparc Fuengirola feiert stolz die Geburt von drei Papua-Nashornvogelküken (Rhyticeros plicatus), ein Ereignis von enormer Bedeutung für den Schutz dieser Art in Europa.

Die Geburt dieser Küken ist das Ergebnis eines ebenso komplexen wie faszinierenden Fortpflanzungsprozesses. Das Weibchen blieb, dem typischen Verhalten von Nashornvögeln folgend, wochenlang im Holznest, das sorgfältig mit Schlamm, Kot und Pflanzenresten verschlossen war. Nur ein kleiner Schlitz blieb frei, durch den das Männchen Nahrung hineingab. Dort brütete es die Eier aus und beschützte die neugeborenen Küken in einer sicheren Umgebung, isoliert von der Außenwelt.

Nach einer sorgfältigen Brutzeit und den gemeinsamen Anstrengungen beider Eltern schlüpften die Küken und blieben geschützt im Nest, völlig abhängig von der Fürsorge ihrer Eltern, bis sie das nötige Schlüpfalter erreichten. Die Mutter verbrachte bis zu fünf Monate im Nest und war auf die Unterstützung des Männchens angewiesen.

Nach mehreren Wochen im Gefängnis Zwei der Küken haben das Nest bereits verlassen und kann in der Außenanlage des Bioparc Fuengirola besichtigt werden, wo Besucher die Möglichkeit haben, diese spektakuläre Art aus der Nähe zu beobachten und mehr über ihre einzigartige Biologie zu erfahren. Das dritte Küken, das kleinste im Gelege, bleibt im Nest, wird aber voraussichtlich in den kommenden Wochen zur Gruppe nach draußen stoßen. Bis dahin wird es draußen von seinen Eltern gefüttert.

Bedeutung des Schutzes des Papua-Nashornvogels

Der Papua-Nashornvogel ist aufgeführt als Am wenigsten besorgniserregend (LC) auf der Roten Liste der IUCN. Obwohl ihre Situation weniger kritisch ist als die anderer Nashornvögel, sind ihre Populationen bedroht durch Abholzung der tropischen Wälder Neuguineas und der umliegenden Inseln sowie durch die Jagd für Konsum und Handel.

Es handelt sich um einen großen Vogel mit imposanter Erscheinung, erkennbar an seinem voluminösen, von einem Helm gekrönten Schnabel und seinem ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus: Die Männchen haben einen weißen Hals, aber eine auffallend goldene Mähne, die im Kontrast zum schwarzen Gefieder des restlichen Körpers steht, während die Weibchen eine dunkelbraune Mähne haben. Weibchen sind komplett schwarzDieser Kontrast macht die Art zu einer der auffälligsten ihrer Familie. Sie spielt auch eine wesentliche Rolle als Samenverteiler, da ihre fruchtfressende Ernährung zur Regeneration tropischer Wälder beiträgt. Interessanterweise reisen sie in lauten Gruppen, und ihr Flug erzeugt einen unverwechselbaren, sonoren Flügelschlag, der im dichten Dschungel widerhallt.

Bioparc Fuengirola, ein Maßstab in der Nashornvogelzucht in Spanien

Mit dieser Neugründung festigt der Bioparc Fuengirola seine führende Position in Spanien im Bereich Schutz und Fortpflanzung von Nashornvögeln. In den letzten Jahren hat der Park bereits bahnbrechende Meilensteine ​​in unserem Land erreicht, wie zum Beispiel die Zucht von Visayas-Nashornvogel, eine der am stärksten gefährdeten Arten dieser Vogelgruppe, und die Fortpflanzung der Schwarzkehlhornvogel.

Diese Erfolge unterstreichen die Bedeutung einer koordinierten Zusammenarbeit zwischen zoologischen Einrichtungen, um das Überleben symbolträchtiger Arten zu sichern, deren Zukunft in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet ist.

 

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