BIOPARC Fuengirola feiert die Ankunft eines Männchens westliche Sitatunga (Tragelaphus spekii gratus), eine semiaquatische Antilope, die in den sumpfigen Ökosystemen Zentral- und Westafrikas heimisch ist. Dieses Exemplar gewöhnt sich derzeit an seine neue Heimat, in der bereits vier Weibchen seiner Art leben. Die Einführung ist Teil eines Ex-situ-Schutzprogramms, das die genetische Vielfalt dieser wenig bekannten Unterart bewahren soll, die durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums bedroht ist.
Das neue Männchen, noch jung, hat begonnen, unter den wachsamen Augen seiner Artgenossen das Gehege zu erkunden. Obwohl seine imposante Erscheinung noch nicht vollständig entwickelt ist, wird er bald die Merkmale des Erwachsenenalters zeigen, wie zum Beispiel sein majestätisches Spiralgeweih. Sein dunkelbraunes Fell mit den feinen weißen Linien, die für das Männchen charakteristisch sind, ist bereits sichtbar.
Im Gegensatz zu den Weibchen, die kleiner, rötlich gefärbt und hornlos sind, weist dieses Exemplar den für die Art charakteristischen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Seine fortschreitende Integration in die Weibchengruppe wird vom technischen Team des Bioparcs überwacht, das mit Freude beobachtet, wie es sich an die Umgebung und seine neuen Artgenossen anpasst. Dank des jungen Männchens konnte der Bioparc Fuengirola auf Anweisung der EAZA erneut eine Fortpflanzungsgruppe dieser Art aufbauen. Seit 2013, als das ehemalige Männchen in ein anderes Schutzzentrum verlegt wurde, hatte es keine Fortpflanzungsgruppe mehr gegeben.
Obwohl die westliche Sitatunga von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft wird, Aufgrund der Zerstörung von Feuchtgebieten, Wilderei und der Ausweitung der Landwirtschaft ist die Art in freier Wildbahn einem zunehmenden Druck ausgesetzt.Daher ist ihre Anwesenheit in Naturschutzzentren wie dem Bioparc Fuengirola von entscheidender Bedeutung, um ihre Zukunft zu sichern.
Dieser neue Bewohner befindet sich in einem der bekanntesten Mehrartengehege des Parks: dem African Wetland Habitat
In diesem einzigartigen Raum können Besucher das natürliche Zusammenspiel verschiedener Arten beobachten, darunter der Afrikanische Löffler, der Kronenkranich und der Afrikanische Tantalus, die sich den Lebensraum mit den Sitatungas teilen. Darüber hinaus machen gelegentlich die neugierigen Kattas von der Nachbarinsel Madagaskar kurze Streifzüge in das Gebiet und verleihen dem Rundgang so eine besondere Dynamik und Überraschung.
Mehrartengehege wie dieses bereichern nicht nur das Besuchererlebnis, sondern tragen auch entscheidend zum Tierschutz bei. Durch das Zusammenleben mit anderen, kompatiblen Arten werden die natürlichen Instinkte und individuellen Verhaltensweisen jedes einzelnen Tiers gefördert – von der Nahrungssuche über die Umweltbeobachtung bis hin zur sozialen Interaktion. Dieser innovative Ansatz, der auf den Prinzipien der Ethologie und des ökologischen Designs basiert, fördert ein aktiveres, ausgeglicheneres und gesünderes Leben der im Bioparc lebenden Arten.
Mit dieser Erweiterung verstärkt Bioparc Fuengirola sein Engagement für den aktiven Schutz gefährdeter Arten und die Verbreitung der Artenvielfalt der empfindlichsten tropischen Ökosysteme des Planeten.
Über BIOPARC Fuengirola
BIOPARC Fuengirola ist ein Park der nächsten Generation, der sich auf Naturschutz, Bildung und Tierschutz konzentriert. Durch die immersive Nachbildung tropischer Lebensräume können Besucher typische Arten aus Afrika, Asien und Madagaskar in Umgebungen entdecken, die natürliches Tierverhalten fördern. Sein Modell basiert auf interspezifischem Zusammenleben, Nachhaltigkeit und Respekt für die Artenvielfalt.